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Wallet Loyalty

Digitale Bonuskarte für Apple & Google Wallet — ohne App

Digitale Bonuskarte ohne App: So sammeln Kunden Stempel in Apple oder Google Wallet. Funktionen, Ablauf, Kosten und Beispiele von reloop.

reloop Team· aktualisiert 11 Min. Lesezeit
Digitale BonuskarteDigitale KundenkarteApple WalletGoogle WalletKundenbindung ohne AppDigitale Stempelkarte

Eine digitale Bonuskarte ersetzt die klassische Papier-Stempelkarte durch einen Pass in Apple Wallet oder Google Wallet. Gäste scannen einen QR-Code, speichern die Karte auf ihrem Smartphone und sammeln bei jedem Besuch digitale Stempel — ohne zusätzliche Kunden-App und ohne Registrierung.

Der Betrieb verwaltet Stempelkarte, Belohnung, Design und Aktionen zentral über reloop. Das Programm lässt sich in wenigen Minuten einrichten und danach direkt am Verkaufsort einsetzen.

Hand hält ein iPhone mit geöffneter Apple-Wallet-App; darin liegt die digitale Bonuskarte des fiktiven Demo-Betriebs Cafe Milchschaum mit 5 von 5 Stempeln und der freigeschalteten Belohnung „1× Kaffee gratis“.
Die digitale Bonuskarte liegt im Wallet — zwischen Bankkarte und Bordkarte, nicht in der Geldbörse.

Was ist eine digitale Bonuskarte?

Eine digitale Bonuskarte — auch digitale Kundenkarte oder digitale Treuekarte genannt — ist ein Wallet-Pass, der dieselbe Mechanik abbildet wie die Karte aus Karton: sammeln, füllen, einlösen. Der Unterschied liegt im Träger. Statt Papier im Portemonnaie liegt der Pass im Wallet des Smartphones, wird bei jedem Stempel automatisch aktualisiert und kann sich beim Erreichen der Belohnung selbst melden.

Das Prinzip der Papierkarte funktioniert. Papierkarten gehen allerdings häufig verloren oder sind beim nächsten Besuch nicht dabei — genau die Lücke, die der Wallet-Pass schließt.

Kundenbindung entsteht durch wiederholte positive Erfahrungen und einen konkreten Grund, wiederzukommen. Eine Bonuskarte liefert diesen Grund: Sie macht den nächsten Besuch sichtbar wertvoller als den heutigen. Und die Gewinnung eines neuen Gastes erfordert in der Regel deutlich mehr Marketingaufwand als die Aktivierung eines bestehenden Kunden.

Wie funktioniert eine Bonuskarte in Apple und Google Wallet?

Wallet-Pässe sind ein Standardformat beider Plattformen — dasselbe, in dem auch Bordkarten und Veranstaltungstickets stecken. Apple Wallet ist auf dem iPhone integriert, Google Wallet ist auf kompatiblen Android-Geräten verfügbar. Für Gäste heißt das: kein Download, kein Konto, keine Einrichtung.

Technisch besteht eine digitale Bonuskarte aus drei Teilen:

Drei Smartphones nebeneinander mit Wallet-Karten: eine Punktekarte einer Backstube mit 22 Punkten, eine Pizza-Treuekarte mit 5 von 9 Stempeln und eine Kebap-Treuekarte mit freigeschalteter Belohnung.
Stempel oder Punkte, Gastronomie oder Handwerk: dieselbe Mechanik, jeweils im Branding des Betriebs.

So richten Betriebe ihr Bonusprogramm ein

  1. Programm und Belohnung festlegen. Wie viele Stempel bis zur Belohnung, und was gibt es dafür? Das ist die einzige echte Entscheidung — alles Weitere ist Gestaltung.
  2. Karte im eigenen Design gestalten. Logo hochladen, Farben setzen, Stempel-Icon wählen — mit KI-Unterstützung oder vollständig manuell. Die Vorschau zeigt live, was später im Wallet landet.
  3. QR-Aufsteller erstellen und platzieren. Der Aufsteller entsteht aus demselben Programm und trägt den QR-Code, über den Gäste die Karte laden.
  4. Mitarbeiterzugänge einrichten. Wer stempeln darf, bekommt einen eigenen Staff-Zugang — gestempelt wird über den Scanner im Browser oder am Smartphone, ohne Zugriff auf das Dashboard.
Links ein gedruckter Aufsteller mit QR-Code für den „Matchaholic Pass“, rechts das Smartphone mit der zugehörigen Wallet-Karte und 6 von 10 Stempeln.
Aufsteller und Wallet-Karte kommen aus demselben Programm — der QR-Code führt direkt in die Karte.

So sammeln Gäste digitale Stempel

  1. Gast scannt den QR-Code am Aufsteller, auf der Rechnung oder am Tresen — mit der normalen Handykamera.
  2. Karte wird gespeichert in Apple Wallet oder Google Wallet. Der Vorgang dauert etwa zehn Sekunden.
  3. Personal scannt beim Besuch den QR-Code auf der Wallet-Karte des Gasts — mit dem Scanner im Browser oder am eigenen Smartphone.
  4. Der Stempel wird aktualisiert und erscheint nach kurzer Synchronisierung auf der Karte des Gasts.
  5. Bei voller Karte erscheint die Belohnung auf dem Pass und kann beim nächsten Besuch eingelöst werden.
Zwei Smartphones mit derselben Kaffee-Stempelkarte: links der Zwischenstand mit 3 von 5 Stempeln, rechts die volle Karte mit freigeschalteter Belohnung „1× Kaffee gratis“.
Sammelstand und Belohnung: Die Karte wechselt ihr Aussehen, sobald das Ziel erreicht ist.

Wie werden Belohnungen eingelöst?

Das Einlösen läuft über denselben Scan wie das Stempeln. Ist die Karte voll, bietet der Scanner statt eines weiteren Stempels das Einlösen an. Danach startet die Karte wieder bei null — es muss keine neue Karte ausgegeben werden, und der Gast behält seinen Verlauf.

Für den Betrieb heißt das: ein Handgriff, kein Papier, keine Diskussion über durchgestrichene Felder. Und weil jeder Stempel und jede Einlösung im Dashboard steht, ist am Monatsende nachvollziehbar, wie viele Belohnungen tatsächlich ausgegeben wurden.

Digitale Bonuskarte, Papierkarte oder eigene App?

Papier-StempelkarteEigene AppDigitale Bonuskarte im Wallet
Aufwand für GästeKarte mitführenSuchen, laden, einrichtenQR scannen, fertig
Geht verlorenhäufigseltenKarte bleibt im Wallet-Konto
Erinnerung möglichneinPush (nur bei installierter App)Wallet-Mitteilung
Entwicklungskostenkeinehochkeine
Auswertungkeineeigenes Tracking nötigim Dashboard enthalten
BrandingfreifreiLogo, Farben und Feldnamen frei

Der entscheidende Unterschied zur eigenen App liegt in der Verbreitung. Eine App muss gefunden, heruntergeladen, eingerichtet und behalten werden — vier Hürden, an denen die meisten Gäste aussteigen. Das Wallet ist bereits Teil des Betriebssystems; die Karte muss nur noch hinein.

Push-Mitteilungen und Standort-Hinweise

Eine Papierkarte kann sich nicht melden, eine Wallet-Karte schon:

Die Zustellung erfolgt über die Wallet-Infrastruktur von Apple beziehungsweise Google; Verwaltung und Auslösung übernimmt reloop. Wie Broadcasts konkret aufgesetzt werden, steht in der Anleitung zu Wallet-Push-Aktionen.

Zwei Info-Kacheln „Push-Notifications“ und „Standort-Hinweise“ neben einem Smartphone-Sperrbildschirm mit der Mitteilung „Deine Prämie ist bereit: 1× Sandwich gratis“.
Die Karte meldet sich selbst — bei erreichter Belohnung oder in der Nähe des Geschäfts.

Für welche Branchen eignet sich das System?

Überall dort, wo Kund:innen regelmäßig wiederkommen — und das ist deutlich mehr als Gastronomie:

BrancheTypisches ProgrammBelohnung
Café / Bäckerei5–10 StempelKaffee oder Gebäck gratis
Imbiss / Restaurant8–15 StempelGericht des Hauses gratis
Waschanlage8 WäschenGratis-Wäsche
FahrschuleStunden-PassFreistunde
HundeschuleTrainingsstundenEinzeltraining gratis
HandelPunkte pro Euro UmsatzPrämienkatalog

Neben der klassischen Stempelkarte unterstützt reloop auch ein Punkte-Programm: Statt eines Stempels pro Besuch werden Punkte je Euro Umsatz gutgeschrieben und gegen einen Prämienkatalog eingelöst. Für die Umsatzerfassung braucht es dann eine Kassen- oder Beleg-Anbindung.

In regulierten Branchen kommt es zusätzlich auf eine saubere Abgrenzung an: Der Beitrag zur Kundenbindung in Apotheken zeigt, wie ein Bonusprogramm dort ausschließlich an Nicht-Arzneimittel-Sortimente geknüpft wird.

Zwei Smartphones mit dem Wasch-Pass einer Waschanlage: links 4 von 8 Stempeln, rechts die volle Karte mit der Belohnung „Gratis Wäsche“.
Der Wasch-Pass des fiktiven Demo-Betriebs Klarwerk Carwash — dieselbe Mechanik, anderes Gewerbe.

Was kostet eine digitale Bonuskarte?

Der Einstieg ist kostenlos: Der Starter-Tarif lässt sich ohne Setup-Gebühr und ohne Zahlungsdaten starten. Abgerechnet wird nach aktiven Karten — nicht nach Stempeln oder Einlösungen, die bleiben in jedem Tarif unbegrenzt. Alle Tarife sind monatlich kündbar; die Preise verstehen sich zuzüglich USt.

TarifPro MonatAktive KartenProgrammeStandorte
Starterkostenlos3011
Business€ 19,805 00011
Premium€ 29,9025 000105

Stempel und Einlösungen sind in jedem Tarif unbegrenzt. Monatlich kündbar, keine Setup-Gebühr. Alle Preise zzgl. USt.

Alle Preise und Limits ansehen

Zusätzliche Kosten entstehen nur dort, wo etwas Physisches dazukommt: der Druck der Aufsteller, und optional NFC-Tags, wenn Gäste die Karte per Tap statt per QR-Scan laden sollen.

Datenschutz und EU-Hosting

Die Daten liegen in der EU — gehostet in Frankfurt (europe-west3). reloop wird von der candybytes GmbH in Linz entwickelt und betrieben; ein Auftragsverarbeitungsvertrag gehört zum Standard.

Für die Bonuskarte selbst sind keine personenbezogenen Daten nötig: Wer die Karte nur zum Sammeln nutzt, braucht weder Name noch E-Mail-Adresse. Personenbezogene Daten kommen erst ins Spiel, wenn ein Betrieb zusätzlich E-Mail-Marketing einsetzen möchte.

Häufige Fragen

Was ist eine digitale Bonuskarte? Ein Wallet-Pass, der die Papier-Stempelkarte ersetzt. Gäste speichern ihn per QR-Scan in Apple oder Google Wallet und sammeln dort ihre Stempel. Der Betrieb verwaltet Programm, Belohnung und Design zentral.

Brauchen Kunden dafür eine zusätzliche App? Nein. Apple Wallet ist auf dem iPhone integriert, Google Wallet ist auf kompatiblen Android-Geräten verfügbar. Ein QR-Scan genügt, um die Karte hinzuzufügen — ohne Konto und ohne Registrierung.

Funktioniert die Karte auf iPhone und Android? Ja. Auf dem iPhone landet die Karte in Apple Wallet, auf Android in Google Wallet. Beide Seiten sehen denselben Stempelstand und dieselben Mitteilungen.

Wie vergibt das Personal digitale Stempel? Über einen Scan des QR-Codes auf der Wallet-Karte des Gasts — mit dem Scanner im Browser oder am eigenen Smartphone. Ein eigenes Kassensystem ist dafür nicht nötig.

Können Stempel mehrfach oder unberechtigt vergeben werden? Jeder Stempel ist einem Mitarbeiterzugang zugeordnet und im Dashboard nachvollziehbar; Sperrfristen verhindern, dass dieselbe Karte im Sekundentakt mehrfach gestempelt wird. Mehr dazu im Beitrag zu Stempelbetrug und wie man ihn verhindert.

Wie wird eine volle Bonuskarte eingelöst? Über denselben Scan wie beim Stempeln: Ist die Karte voll, bietet der Scanner das Einlösen an. Danach startet die Karte wieder bei null, ohne dass eine neue Karte ausgegeben wird.

Können Kunden Wallet-Mitteilungen deaktivieren? Ja. Mitteilungen lassen sich pro Karte in den Wallet-Einstellungen des Geräts abschalten, ohne dass die Karte gelöscht wird.

Werden personenbezogene Daten benötigt? Für das reine Sammeln nicht — die Karte funktioniert ohne Name und E-Mail-Adresse. Erst optionale Funktionen wie E-Mail-Marketing setzen eine Adresse voraus.

Was kostet eine digitale Bonuskarte? Der Starter-Tarif ist kostenlos, danach richtet sich der Preis nach der Zahl der aktiven Karten. Die aktuellen Tarife stehen im Abschnitt oben und auf der Preisseite.

Kann dieselbe Karte an mehreren Standorten verwendet werden? Ja, sofern der gebuchte Tarif mehrere Standorte umfasst. Gäste sammeln dann standortübergreifend auf einer Karte; die Auswertung im Dashboard bleibt pro Standort nachvollziehbar.

Der nächste Schritt

Am schnellsten geht der Selbstversuch: ein eigenes Programm anlegen dauert wenige Minuten, kostet im Starter-Tarif nichts und endet mit einer Karte, die du dir selbst ins Wallet laden kannst. Wer lieber erst vergleicht, findet die Tarife im Detail; wer lieber jemanden fragt, erreicht uns über Kontakt.

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